atemwende
atemwende                                                                                                atemwende
atemwende

Beginnt man einen Rundgang aus betrachtender Distanz, so bemerkt man erst, wie die Bahnen sich langsam schreitend vom Boden emporheben, sich durch die Veränderung ihres Aufhängepunktes immer mehr in die Schräge neigen, um dann in die Diagonalen zu kippen. ... Am Ende des Aufstiegs kehrt sich die Bewegung in einer einzigen Bahn in Richtung und Farbe um. Welche Gegenkraft entwickelt sich da! Das Vorwärtsschreiten und Kippen wird gestoppt und das Ganze am Ende in ein sich türmendes, verstrebtes und wild gefügtes Gebilde verwandelt. Die Gegenbewegung beendet das Gebilde und lässt es in sich zurückkehren in einen Abstieg von oben nach unten, von vorne nach hinten. Es gibt auch im Leben gewisse herausgehobene Situationen, Ereignisse, Erfahrungen, die alles umwenden. Der Titel atemwende bringt solche 'Wendepunkte' als ein Gesetz des Lebens im Wechsel von Ein- und Ausatmen in Erinnerung.

Dr. Hartmut Schröter

Ort: Melanchthonkirche Bochum
Jahr: Mai - August 2004
Daten: 24 einseitig rot bedruckte Papierelemente à 5,0 x 0,7 m und 170 m Stahlseil
Rahmen: Einzelausstellung Kulturraum Melanchthonkirche
Veranstaltungen: Konzert Duo Stimmlaut und Celan-Lesung mit Thomas Schürmann-Blenskens und Pfr. Martin Röttger
Fotografie: Martin Steffen, Bochum (Zeile 1), Thomas Ott, Mühltal (Zeile 2)
Video: Christiane Hantzsch, Essen

Der Kulturraum Melanchthonkirche, Bochum hat zu diesem Projekt einen Katalog herausgegeben (ISBN 3-937390-25-1).



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